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Quartalsbericht

Hallo Leute,

der heutige Beitrag wird etwas anders als sonst.

Ich bin jetzt seit drei Monaten in Tansania und eine meiner Aufgaben als Freiwillige im weltwärts Dienst ist es, Quartalsberichte zu schreiben. Da jetzt ein viertel meines Dienstes vorüber ist, ist es also Zeit für meinen ersten Bericht. Der Bericht dient unter anderem zur Selbstreflektion und auch zur Rückmeldung für meine Programmleitung in Deutschland, wie mein Jahr so verläuft.

Eine andere Aufgabe, die ich als weltwärts Freiwillige habe, ist es so viel wie möglich von meinen Erfahrungen in diesem Jahr an die Öffentlichkeit zu bringen. Daher habe ich mich dazu entschieden, meinen Quartalsbericht hier auf meinem Blog zu veröffentlichen, weil er sehr ehrlich meine Gefühle und Eindrücke vom letzten viertel Jahr zusammenfasst. Ich dachte anfangs, es sei vielleicht etwas zu persönlich ihn zu posten, aber ich denke, dass auch das dazugehört, wenn man wirklich ehrlich über sein Jahr erzählen möchte.

Bevor nun mein Bericht kommt, sind hier erst mal die inhaltlichen Vorgaben die mir gestellt wurden, wobei auch gerne gesehen wird, dass darüber hinaus gegangen wird (was ich auch an der ein oder anderen Stelle getan habe).

 

  1. Was hat dir dein Freiwilligendienst bisher persönlich gebracht?
  2. Wie würdest du dein eigenes Auftreten im Gastland sowie deinen Umgang mit kulturellen Unterschieden beschreiben?
  3. Wie ordnest du deine (bisherigen) Erfahrungen im (entwicklungs-)politischen Kontext ein? Welche Aspekte von (Entwicklungs-)Politik beschäftigen dich derzeit und warum?
  4. Was nimmst du dir für den weiteren Verlauf deines Freiwilligendienstes vor? (4. Bericht: Für die Zeit nach dem Freiwilligendienst als Schlussfolgerung daraus?)
  5. Wie würdest du deine Rolle in der Einsatzstelle beschreiben? Welche Herausforderungen gibt es und wie gehst du damit um? Welche Ziele verfolgst du bei der Arbeit in deiner Einsatzstelle?

So nachdem ihr jetzt ungefähr Bescheid wisst, worum es gehen soll, folgt nun mein Bericht:

 

  1. Quartalsbericht

Die letzten drei Monate hier in Dar es Salaam haben mich auf jeden Fall verändert. 1000 Mal habe ich über einen Abbruch nachgedacht. Noch nie in meinem Leben habe ich meine Familie und Freunde so sehr vermisst, wie in den letzten Wochen. Noch nie habe ich mich in einer Kultur so fremd und verloren gefühlt wie hier. Mein Kulturschock war riesig. Ständig war ich krank, weil mein Körper sich nicht so schnell an die neue Umgebung gewöhnt hat. Aber durch das alles habe ich unglaublich viel an Durchhaltevermögen gewonnen. Und das hat sich auch definitiv gelohnt. Ich vermisse mein zu Hause in Deutschland immer noch sehr, aber langsam wird Dar es Salaam auch immer mehr zu einem zweiten zu Hause für mich. Ich fühle mich in dieser großen Stadt jeden Tag etwas weniger fremd. Ich fange an, die Stadt zu mögen und die Kultur zu schätzen.

Dadurch, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben ohne Eltern wohne, bin ich auch um einiges selbstständiger geworden. Ich muss Miet-, Strom- und Wasserkosten zahlen und muss monatliche Abrechnungen machen.

Eine andere wichtige Sache, die ich gelernt habe, die einem im ersten Moment als nicht sonderlich schwierig erscheint, ist um Hilfe zu bitten. Ich verstehe die Sprache nicht. Wie verhandle ich auf dem Markt? Ich habe vorher noch nie das Gas am Gaskocher ausgewechselt. Ich hatte noch nie Riesentausendfüßler in meiner Wohnung. Sind sie vielleicht giftig? Für all diese Fragen (und viele mehr), so banal sie sich auch anhören, brauchte ich Hilfe. Ich frage nicht gerne um Hilfe. Mir ist es häufig etwas unangenehm und vielleicht bin ich auch manchmal ein wenig zu stur um einzusehen, dass ich etwas alleine nicht kann. Aber alleine hätte ich meine Probleme nicht lösen können. Ich habe dadurch also gelernt, dass es vollkommen in Ordnung ist, sich Hilfe zu holen, wenn man sie braucht.

 

Und ich habe sehr viel über die tansanische / Dar es Salaamische Kultur gelernt. Vielleicht habe ich auch mehr beobachtet, als ich bis jetzt gelernt habe. Bei vielen Dingen weiß ich inzwischen das sie so sind, da ich es sehen kann. Bei vielen Dingen verstehe ich aber noch nicht, warum sie so sind, weil ich sie noch nicht richtig gelernt habe.

Aber was mir bis jetzt aufgefallen ist, ist dass die Kultur sich sehr von der deutschen unterscheidet. Manchmal finde ich das wahnsinnig angenehm, weil ich die deutsche Kultur in den Punkten nicht immer nachvollziehen kann, aber manche Dinge können mich auch schlichtweg nerven. Wie zum Beispiel wenn mir ständig Mzungu (Weiße) hinterhergeschrien wird. Ich habe sehr oft das Gefühl, nur auf meine Hautfarbe reduziert zu werden. Manchmal komme ich mir wie ein Zootier vor. Oftmals wollen mich Leute anfassen oder Bilder von mir machen. Des Öfteren erzählen mir wildfremde Menschen, dass sie mich lieben. Ich versuche es zu verstehen. Das Anstarren kann ich nachvollziehen, auch wenn ich es unangenehm finde. Die Menschen in Dar es Salaam sehen sehr selten weiße Menschen. Kleine Kinder sehen vielleicht auch ihren ersten weißen Menschen, wenn sie mich sehen. Sie sind es häufig also nicht gewohnt. Wäre die Situation umgekehrt, würde ich mich vielleicht auch zweimal nach dem Menschen umdrehen. Meine Mitfreiwillige und ich haben auch mit einheimischen Freunden darüber gesprochen, um es besser verstehen zu können. Trotzdem ist es an vielen Tagen nicht einfach damit umzugehen. Ich probiere das Hinterherrufen zu ignorieren und freundlich den Leuten Hallo zu sagen, wenn sie mich begrüßen. Aber ungefragtes Anfassen und Fotos machen kann ich nicht verstehen und nicht rechtfertigen, da es für mich persönlich zu viele Grenzen überschreitet.

Eine andere Angewohnheit, die hier weitverbreitet ist und an die ich mich erst gewöhnen musste, ist die Unpünktlichkeit. So oft kommen Leute erst zwei Stunden nach der verabredeten Zeit und es wird nicht mal als unhöflich angesehen. Ich verstehe inzwischen, dass die Menschen hier häufig ein anderes Zeitverständnis als die meisten Deutschen haben. In Deutschland wird viel Wert auf Pünktlichkeit gelegt. Man hetzt sich ab, wenn man mit etwas spät dran ist. Ich habe hier das Gefühl, dass die Dinge einfach so lange dauern, wie sie eben dauern. Wenn man später kommt, dann ist das eben so. Man hetzt sich nicht wegen jedem unnötigen Kleinkram. Diese Mentalität finde ich eigentlich sehr gut, da man sich für die wichtigen Dinge auch wirklich die Zeit nimmt, die man braucht. Ich lerne immer mehr, es mit der Pünktlichkeit nicht so ernst zu nehmen. Wenn ich noch etwas zu tun habe, das länger dauert als erwartet, dann treffe ich meine Freunde eben erst eine Stunde später am Strand (Wobei ich sagen muss, dass ich bei einer Verspätung die länger als eine Stunde dauert immer noch des Öfteren nicht aus meiner „deutschen Haut“ raus kann und es mich dann doch noch ein bisschen aufregt, aber daran arbeite ich).

Was ich absolut liebe, ist die Gastfreundschaft. Fast alle Tansanen, die ich bis jetzt kennengelernt habe, haben immer ein freundliches „Karibu“ (Willkommen) auf den Lippen. Viele laden uns zum Essen ein, wollen uns zeigen wie man Nationalgerichte kocht und bringen uns Swahili bei. Bei sehr vielen Menschen kommt es mir nicht wie ein leeres Karibu vor und nicht wie „ich bin freundlich, weil man das halt so macht“. Häufig ist es wirklich echtes Interesse und große Gastfreundschaft und das finde ich toll und bin es so aus Deutschland eher weniger gewohnt.

Gerade im Waisenheim sind die Menschen unglaublich freundlich und haben uns Freiwillige herzlich aufgenommen.

Dafür war das Arbeiten dort gerade anfangs nicht leicht. Das hat vor allem damit zu tun, dass meine Mitfreiwillige und ich schlechte Arbeitszeiten haben, da wir früh morgens zwei Kinder zur Schule bringen müssen und dann über den Vormittag fast keine Kinder im Heim sind. In dieser kinderfreien Zeit war es gerade in den ersten Wochen schwer, sinnvolle Arbeit zu finden, auch weil uns keiner wirklich Arbeit zuteilt. Inzwischen dürfen wir aber bei Dingen wie Wäsche- und Geschirrwaschen, Essen vorbereiten und kleine Kinder waschen mitmachen. Nachmittags haben wir sowieso viel zu tun, da wir mit den kleinen Kindern Hausaufgaben machen, sie zum Mittagsschlaf bringen und mit den älteren Kindern spielen. Wir sollen auch bald die Buchhaltung übernehmen. Für die Zukunft würden wir gerne kleine Projekte wie Geburtstagsfeiern und Karaoke Nachmittage planen. Ich denke auch darüber nach, mich vielleicht um die Facebook Page des Heims zu kümmern. Die größte Herausforderung in meinem Projekt ist für mich, dass die Kinder geschlagen werden. Gerade am Anfang wusste ich überhaupt nicht wie ich damit umgehen sollte. Schlagen richtet sich gegen alle meine Wertvorstellung, für mich ist es einfach komplett falsch. Für viele Menschen hier aber nicht. Es ist normal, es gehört zum Alltag. Jetzt wo ich die Mitarbeiter besser kenne, sage ich auch, dass ich gegen schlagen bin. Mit einem Mitarbeiter konnte ich mich auch schnell darauf einigen, dass ein Kind statt Schlägen einfach nicht mehr spielen darf, bis es seine Haushaltsaufgaben erledigt hat.

Das einzige andere größere Problem ist häufiges rumsitzen auf der Arbeit, weil es keine Aufgaben gibt. Aber das wird langsam besser und nach den Ferien ändern sich wahrscheinlich auch unsere Arbeitszeiten, so dass wir mehr Zeit mit den Kindern verbringen können.

Mit dem Punkt Entwicklungspolitik habe ich mich bis jetzt noch nicht großartig auseinandergesetzt, da ich momentan noch sehr viel darüber nachdenken muss, wie ich mich in diesem doch noch sehr fremden Land zurechtfinde und wie ich hier reinpasse.

Momentan sehe ich Entwicklungspolitik sehr kritisch. Es fällt mir schwer zu sagen, dass ein Land unterentwickelt ist. Ist es vielleicht nicht einfach anders? Ich sehe, dass ein Land wie Tansania natürlich immense Probleme mit Armut hat und es natürlich gut ist, die Armut zu bekämpfen. Aber ich weiß nicht ob, eine Industrialisierung in diesem Land der richtige Schritt ist. Tansania ist doch kulturell komplett anders als vergleichsweise Deutschland oder die USA. Vielleicht passt es einfach nicht zum Lebensstil.

Aber ich wurde jetzt schon des Öfteren damit konfrontiert einige Stunden oder auch einige Tage ohne Wasser und ohne Strom zu leben. Für ein oder zwei Tage ohne Strom zu leben finde ich jetzt nicht ganz so schlimm. Aber ohne Wasser ist für mich die pure Hölle. Ich kann nicht duschen gehen, die Toilettenspülung geht nicht, ich kann weder Klamotten noch Geschirr waschen und kochen ohne Wasser ist auch eher schwierig. Bei Themen wie Wasserversorgung ist es extrem wichtig, dass sich was ändert. Ich habe ja eine meistens stabile Wasserversorgung und leide schon, wenn es da mal hapert. Andere Menschen in Tansania haben dagegen ja einen viel begrenzteren Zugang zu Wasser als ich. Daher finde ich Entwicklungshilfe nicht komplett falsch, da sie ja auch versucht, Dinge wie die schlechte Wasserversorgung zu beheben.

 

Für den Rest meines Jahres hier nehme ich mir vor, mehr von der Kultur zu verstehen, auch aus Dar es Salaam herauszukommen um etwas anderes als das Stadtleben kennenzulernen. Auch möchte ich natürlich mehr einheimische Freunde finden und mich im Projekt noch mehr einbringen.

 

 

 

Das war’s mit meinem Bericht. Ich hoffe er hat euch einen guten Einblick in mein Leben hier in Dar es Salaam gegeben.

 

Bis dann

Eure Tine

Mein Arbeitsalltag

Hallo Leute,

in meinem heutigen Beitrag möchte ich euch etwas über meinen momentanen Arbeitsalltag im Waisenheim erzählen.

Zurzeit muss ich jeden Morgen um 5:00 Uhr aufstehen, damit ich um 7:00 Uhr im Heim bin.

Dort sind meine Mitfreiwillige und ich dann dafür verantwortlich, zwei Jungs zur Vorschule zu bringen.

Wenn wir um 8:00 Uhr zurück im Heim sind, gibt es leider nicht so viel zu tun, da die meisten Kinder in der Schule sind. Oftmals werden wir dann erst einmal zum Frühstück eingeladen, bei dem es, typisch tansanisch, Mandazi (frittiertes Gebäck aus Mehl, Hefe und Wasser) mit Chai (Chai ist hier die Bezeichnung für jeden x-beliebigen Tee) gibt.

Mandazi

Danach sitzen wir leider auch oft lange Zeit nur rum, ohne wirklich etwas zu tun zu haben. Manchmal fallen alltägliche Aufgaben wie Kleider waschen, Geschirrspülen oder Gemüse putzen an, bei denen wir dann helfen können.

Mittagessen vorbereiten

Um halb 12 laufen wir dann wieder los, um die beiden Jungs wieder abzuholen. Mit den beiden wieder im Heim, müssen wir sie erst dazu bringen, ihre Kleidung von der Schuluniform in normale Klamotten zu wechseln (was des Öfteren viel gutes Zureden benötigt), bevor wir dann mit ihnen die Hausaufgaben angehen. Momentan lernen sie vor allem, wie man die Zahlen von 20 – 30 auf Englisch schreibt. Auch eine kleine Herausforderung.

Wenn wir damit fertig sind, gibt es auch meist schon Mittagessen.

Danach müssen wir die Jungs zum Mittagsschlaf überreden, vor dem sie sich immer drücken wollen. Inzwischen habe ich aber herausgefunden, dass eine Geschichte vorlesen den Prozess um einiges beschleunigt.

Nachdem wir auch das erledigt haben, ist es für gewöhnlich fast 15:00 Uhr und für uns damit das Ende unseres Arbeitstages.

Danach nehmen wir abends meistens noch Swahili Unterricht, damit wir uns bald besser mit den Kindern verständigen können.

An sich mag ich die Arbeit im Waisenheim sehr. Trotzdem habe ich sehr oft das Gefühl, überflüssig zu sein, da am Vormittag kaum Arbeit anfällt. Einerseits liegt das natürlich an meinen Arbeitszeiten. Wenn ich erst mittags anfangen würde, könnte ich viel mehr mit den Kindern arbeiten. Da hoffe ich auch, dass sich das ab Dezember ändern wird, da dann große Ferien sind und die beiden Vorschüler danach auf ein Internat gehen werden.

Auch dürfen wir (jedenfalls vorerst) nicht in der Schule arbeiten, da es aufgrund unserer Arbeitserlaubnis nicht erlaubt ist. Auch das frustriert mich, weil ich mich sehr darauf gefreut habe und ich dadurch vormittags auch durchgängig etwas zu tun hätte.

Das klingt jetzt natürlich alles sehr negativ.

Aber ich habe auch sehr viel Spaß beim Arbeiten.

Die Kinder bringen einen immer zum Lachen und die Mitarbeiter sind alle richtig herzlich. Fast jeder will uns rund um die Uhr neue Wörter auf Swahili beibringen, was mir auch wirklich viel hilft.

Gerade die Arbeit mit den beiden kleinen Jungs macht sehr viel Spaß. Manchmal sind sie zwar auch ziemlich anstrengend (ist ja klar, so ziemlich jedes Kind ist das mal), aber normalerweise sind sie richtig witzig und süß. Sie können für ihr Alter auch schon recht gut Englisch, was die Kommunikation um einiges erleichtert.

Auch haben die Bibi (= Großmutter, also die Hausmutter) und ein anderer Mitarbeiter in letzter Zeit angefangen uns zu zeigen, wie verschiedene tansanische Gerichte, z. B. ein Erbsenreisgericht oder Mandazi, zubereitet werden. Gerade die beiden sind sehr bemüht, uns so viel wie möglich beizubringen, wofür ich wahnsinnig dankbar bin.

Eine richtige Lösung für die Situation habe ich momentan noch nicht. Ich hoffe, dass die Zeiten, in denen wir nichts zu tun haben, sich nach und nach mit Arbeit füllen werden. Ich weiß auch, dass diese Situation bei den meisten Freiwilligendiensten in den ersten Monaten herrscht. Meine Mitfreiwillige und ich versuchen daher auch, uns selbst kleine Projekte zu überlegen, die wir durchführen können. Zum Beispiel würden wir gerne (wenn unsere Chefs damit einverstanden sind) vielleicht einmal im Monat eine Art Karaoke Nachmittag veranstalten, weil die Kinder es lieben, in kleinen Grüppchen eine Gesangs- und Tanzeinlage vorzuführen.

Ich hoffe, dass ihr jetzt eine gute Vorstellung von meiner Arbeit als Freiwillige im Waisenheim habt.

Bis dann

Eure Tine

Safari

Von Freitag, dem 21.9. bis Dienstag, dem 25.09. ging es mit meiner Mitfreiwilligen, unserem Mentor und 2 weiteren Freiwilligen nach Arusha (Nordtansania, beim Kilimandscharo), auf Safari.

Unsere Reisegruppe

Um 6 Uhr morgens war Treffpunkt an unserer Bushaltestelle, da dort um 6:30 Uhr der Reisebus abfahren sollte. Um 7:00 Uhr ging es dann pünktlich (jedenfalls nach tansanischem Zeitverständnis) los. Auf den angekündigten acht Stunden Fahrt, die sich schließlich als 14 Stunden entpuppten, (mal wieder das in Tansania weitverbreitete Zeitverständnis) gab es nur eine Pause von zehn Minuten. Auch generell ist das Reisebusfahren ein Erlebnis. Vor allem auf der Hinfahrt wurden wir fast durchängig mit sehr lauter Musik beschallt, oder uns wurden Spiderman Filme (die jedoch dann zu leise waren um etwas zu verstehen) und tansanische Soaps gezeigt. Die Busse halten häufig an um neue Passagiere aufzugabeln. In den kurzen Perioden des Stehens kommen meist sehr viele Verkäufer an die Fenster gerannt, die einem jegliche Snacks, Getränke und Elektronik verkaufen wollen (sehr praktisch, wenn man für die lange Fahrt, wie wir, nicht genug Essen dabei hat).

Als wir abends schließlich in Arusha ankamen, wo es nachts zu meinem Erfreuen ziemlich kalt war, wurden wir von unserem Safari Guide abgeholt und ins Hostel gebracht. Das Hostel hatte die bequemsten Betten, richtig leckeres Frühstück und sogar warmes Wasser, wobei ich das leider an dem Tag irgendwie nicht gemerkt habe.

Samstags morgens ging es auch endlich los auf Safari. Um 8:00 Uhr fuhren wir mit einem typischen Safari Geländewagen zwei Stunden bis zum Tarangire Nationalpark. Dieser Park ist unter anderem sehr berühmt für seine Affenbrotbäume.

Affenbrotbaum

Außerdem kann man im Tarangire Park Giraffen, Zebras, Affen, Elefanten, Büffel und vieles mehr sehen.

Elefantenfamilie, die an uns vorbeilief

Abends fuhren wir dann zu dem Campingplatz, auf dem wir die nächsten Tage schlafen sollten. Wir waren darauf gefasst, dass es entweder kein oder nur kaltes Wasser zum Duschen geben würde und dass wir alle zusammen in einem Zelt auf harten Isomatten schlafen müssten. Stattdessen erwarteten uns zwei – Mann Zelte, in denen richtige Holzbetten mit Matratzen standen. In den Duschen gab es auch richtig warmes Wasser und jede Safarigruppe hatte sogar ihren eigenen Koch. Das hatten wir definitiv nicht erwartet.

Am nächsten Morgen sind wir sehr früh zum nächsten Nationalpark, dem Ngorongoro Crater, losgefahren.

Dieser Park war für mich besonders beeindruckend, da man erst lange den Berg, in dem der Park liegt, hochfahren muss, um dann in der Mitte wieder runterzufahren. Der Ngorongoro Crater ist nämlich, wie der Name einem vielleicht schon verrät, ein erloschener Vulkan. Die Tiere leben dort größtenteils im Krater.

Blick von oben in den Krater

Ich hatte an diesem Tag noch besonderes Glück, da ein junger Löwe direkt an mir vorbeilief.

junger Löwe auf der Suche nach einer neuen Familie
Zebraherde im Krater

Am letzten Tag ging es dann zum Lake Manyara Nationalpark. Dieser Park sieht aufgrund der Vegetation auch wieder komplett anders aus als die beiden vorherigen Parks.

Der Lake Manyara wird nämlich von einem großen und grünen Wald umgeben, in dem wahnsinnig viele Paviane leben.

sprungbereiter Pavian

Am See sieht es durch das viele Schilf richtig idyllisch aus.

Blick auf’s Schilf und Nielpferdfamilie

An der letzten Station im Park gelangt man noch zu einem Hot Spring, also einer heißen Quelle, aus der Salzwasser in den See einläuft.

Steg mit Aussichtspunkt über den See

An diesem Abend sind wir zurück in unser Hostel in Arusha, wo ich dieses mal auch den Hebel für das warme Wasser fand. Am nächsten Morgen fuhr der Bus pünktlich um 6:30 Uhr (also um 7:00 Uhr) ab und brachte uns wieder nach Dar es Salaam, wo wir alle müde in unsere Betten fielen.

So viel zu meiner Safari.

Bis dann!

Eure Tine

Tansania – erste Eindrücke

Hallo Leute,

wie die meisten meiner Leser wissen werden, bin ich für das nächste Jahr in Tansania, also Ostafrika. Am 3. September bin ich von Frankfurt über Istanbul nach Dar es Salaam geflogen, wo ich jetzt auch wohne.

Für diejenigen, die nicht genau wissen, was ich hier mache, nochmal eine kurze Zusammenfassung:

Ich mache einen Freiwilligendienst im Waisenhaus Watoto Wetu Tanzania. Der Freiwilligendienst dauert ein Jahr und wird zum Teil durch das weltwärts-Programm vom Bund und zum anderen Teil von Spendern finanziert. An dieser Stelle möchte ich mich auch herzlich bei allen meinen Spendern bedanken, die mich bei meinem Jahr unterstützen.

In unserem Vorbereitungsseminar hatten wir eine Einheit über das einseitige und rassistische Berichten und den Problemen, die es mit sich bringt. Mir ist es daher sehr wichtig, dass euch klar ist, dass alles worüber ich schreibe meine subjektiven Eindrücke und Erfahrungen sind, zu denen es bestimmt mehr Seiten gibt, als ich aufzählen kann. Soll heißen, dass es nicht in jeder Ecke von Tansania genauso ist, wie bei mir, oder dass jeder die gleichen Eindrücke erlebt, wie ich.

Sooo, nachdem alle Formalitäten geklärt sind, werde ich jetzt von meinen Eindrücken und Erlebnisse der letzten zwei Wochen erzählen.

Meine Unterkunft

Meine Mitfreiwillige und ich wohnen in einem kleinen Haus in einem kleinen Stadtteil von Dar es Salaam.

Meine Umgebung

Das Haus besteht aus zwei Schlafzimmern, zwei Bädern, einer Küche und einem Wohn-/ Essraum. Das Haus ist relativ schlicht eingerichtet. Es gibt keinen richtigen Herd, sondern nur eine Art großen Campingkocher mit einer Flamme. Es gibt nur kaltes Wasser, wir haben keine Waschmaschine und müssen daher von Hand waschen und die Toiletten sind auch nur Löcher im Boden. Trotzdem lässt es sich hier ganz gut leben, immerhin haben wir Strom und fließend Wasser, mein Bett ist sehr groß und bequem und wir können uns es auch relativ gemütlich machen. Natürlich lebt nicht jeder in Tansania so wie wir. Es gibt einige Menschen die besser leben und Waschmaschine und eine richtige Toilette besitzen, aber es gibt auch Leute die schlechter wohnen und nicht unbedingt fließend Wasser und Strom haben.

Mein Herd

Natürlich ist es für mich auch nicht ganz einfach hier zu leben. Schließlich bin ich es von zu Hause gewohnt, meine Wäsche einfach in die Waschmaschine zu werfen, oder beim Kochen auch mal in 2 unterschiedlichen Töpfen gleichzeitig etwas zu kochen. Aber ich glaube, dass ich mich (bis auf das kalte Duschen) an alles recht schnell gewöhnen werde.

Der Verkehr

Der Verkehr in Dar es Salaam ist verrückt. Klar, es ist eine Großstadt, aber ich habe selten so viele Autos auf einer Straße gesehen.

Es gibt hier richtig viele Transportmittel, die man benutzen kann um von A nach B zu kommen. Es gibt die Piki Pikis, also Motorradtaxis, dann gibt es die Bajajis, das sind Dreiradtaxis, außerdem gibt es normale kleine Busse, die Dalla Dallas heißen, und dann gibt es noch Schnellbusse, die ihre eigene Fahrbahn haben.

Gerade die Dalla Dallas sind für Leute, die nicht aus Dar es Salaam kommen, sehr kompliziert. Es gibt keinen Fahrplan, auf dem man sehen kann, welche Linie wann kommt, geschweige denn wohin sie fährt. Genauso wenig ersichtlich ist es, wie viel man für welche Buslinie bezahlen muss. Als wir unseren Mentor danach gefragt haben, meinte er nur, dass man es einfach wissen muss. Es war für uns also ein richtiger Meilenstein, als wir zum ersten Mal alleine mit dem Dalla Dalla zur Arbeit und zurückgefahren sind. Nach ein paar Tagen haben wir uns tatsächlich so sicher gefühlt, dass wir nicht mehr nachgefragt haben, ob der Bus wirklich zu uns nach Hause fährt. Also haben wir uns beim Umsteigen natürlich in den falschen Bus gesetzt, der uns wieder zurück zur Arbeit, anstatt nach Hause gefahren hat.

Ein mindestens genauso spannendes Erlebnis sind die Piki Piki Fahrten. Die Piki Fahrer quetschen sich durch jede noch so enge Lücke zwischen zwei Fahrzeugen durch und fahren auch echt schnell. Es hat uns daher auch ziemlich viel Überwindung gekostet, uns zum ersten Mal auf ein Piki Piki zu setzen. Inzwischen sind wir auch schon zu dritt auf einem Piki die hügelige und mit vielen Schlaglöchern versehene Straße zu unserm Haus gefahren. Übrigens nennen die Leute in Dar es Salaam das Piki Fahren mit mehr als zwei Leuten Mishkaki (das ist eine Art Fleischspieß).

Ich glaube, dass der Verkehr hier vor allem so unübersichtlich ist, weil es auch so viele kleine Fahrzeuge, wie die Piki Pikis und die Bajajis gibt, die sich immer überall noch durchquetschen, oder auch gerne mal etwas in den Gegenverkehr fahren. Ich bin momentan jedenfalls noch maßlos mit dem Verkehr überfordert und ich bin mir nicht so sicher, ob sich das je ändern wird.

Das Essen

Egal wo ich bis jetzt gegessen habe, ob an der Straße, im Restaurant oder im Waisenhaus, die Portionen sind immer riesig.

Das meiste Essen, dass man an der Straße bekommt, ist sehr fettig, weil so ziemlich alles frittiert wird. Dafür gibt es aber auch auf den Märkten das beste und leckerste Obst, dass ich jemals gegessen habe. Avocados sind bald so groß wie mein Kopf und Melonen so groß wie Babies (?). Und alles Obst schmeckt wahnsinnig süß.

Im Waisenhaus dürfen wir auch immer mitessen. Bis jetzt waren wir aber nur beim Mittagessen dabei, und da gab es bis jetzt nichts anderes als Ugali mit Bohnen und vielleicht noch einem kleinen Spinatsalat (bis jetzt konnte ich meinen Spinat meistens erfolgreich heimlich an die Kinder verteilen). Ugali ist eine Art fester Brei aus Maismehl und ein Nationalgericht hier in Tansania.

Man isst fast alles Essen mit der rechten Hand, was für uns an Besteck gewöhnte Europäer vor allem beim Ugali eine sehr schwere Angelegenheit war. Als wir es zum ersten Mal aßen, hat unser Chef uns gezeigt, wie es funktioniert. Man macht sich ein Stück Ugali ab, knetet es in der Hand und soll dann damit (irgendwie und ich weiß nicht wie) die Bohnen auftunken. Seine Hände waren nach dem Essen noch fast

Ugali

genauso sauber wie vorher. Wir dagegen hatten komplett dreckige und klebrige Hände und sahen aus wie zwei Kleinkinder, die mit Essen gespielt haben. Aber wir werden von Tag zu Tag besser.

Das Waisenheim

Das Waisenheim beschäftigt fast nur freiwillige Mitarbeiter. Soweit ich es mitbekommen habe, sind die einzigen bezahlten Mitarbeiter die Hausmutter und die Köchin.

Ich habe mehrere Chefs, die alle sehr nett sind und viel Wert darauf legen, dass wir mehr wie eine Familie zusammenarbeiten, als in einer Art Hierarchie.

Alle Mitarbeiter sind richtig herzlich und jeder versucht uns Kiswahili beizubringen.

Genauso die Kinder. Es macht richtig viel Spaß mit den ihnen zu spielen. Momentan haben sie Ferien, was für sie bedeutet, dass sie nicht wirklich viele Hausaufgaben aufhaben und den ganzen Tag mit uns UNO spielen wollen.

Was für mich momentan etwas frustrierend, aber für einen Freiwilligendienst im Ausland komplett normal ist, ist, dass wir momentan auf der Arbeit nicht wirklich viel zu tun haben. Die Kinder beschäftigen sich oft mit sich selbst und keiner weist uns irgendwelche Aufgaben zu, meistens auch nicht auf Nachfrage.

Ich hoffe aber, dass das nach den Ferien besser wird. Unsere Chefs haben uns nämlich nach unseren Interessen gefragt, die wir im Heim einbringen wollen und möchten demnach einen Plan erstellen. Unter Umständen dürfen wir auch mit zur Schule gehen und beim Englischunterricht assistieren.

Was ich bis jetzt gesehen habe

Bis jetzt war ich schon zwei Mal an einem Strand. Das Wasser hier ist so blau und warm und die Strände sind wie aus einem Bilderbuch. Das einzig blöde an den Stränden ist, dass wir, obwohl wir ja theoretisch an der Küste wohnen, fast zwei Stunden fahren müssen, um zum Strand zu kommen. Das heißt, wir sind alleine schon vier Stunden unterwegs, um vielleicht vier Stunden am Strand zu sein.

Ansonsten habe ich vor allem viele Märkte gesehen. Unter anderem auch einen Massai Markt. Dort verkaufen die Massai ganz viel selbst gemachten Schmuck, aufwendig geschnitzte Holzskulpturen und vieles mehr. Wir durften sogar hinter die Kulissen schauen und uns ansehen, wie die Holzskulpturen hergestellt werden. Dafür wurden wir in eine Art Hinterhof/Park geführt, in dem bestimmt 50 Massai Leute saßen, die alle das Talent haben, schöne Skulpturen zu schnitzen. Das war echt beeindruckend.

Ich habe mir auf dem Markt ein paar Ohrringe und ein schönes Bild gekauft.

Mein Massai Gemälde

Bis jetzt war es das mit meinen Eindrücken und Erlebnissen.

Ich bin mir noch nicht sicher, wie regelmäßig ich diesen Blog schreiben werde, da ich einfach nicht weiß, wie es sich zeitlich anbieten wird. Aber ich werde auf jeden Fall probieren, so oft wie möglich einen Beitrag zu schreiben.

Bis dann

Eure Tine

New York

Hallo Leute,

Spring Break ist leider vorbei… Aber, ich hatte wahrscheinlich die besten Ferien die man sich vorstellen kann. Ich war naemlich, wie schon angekuendigt, mit unseren Schulchoeren und unserem Orchester in New York City!!! Das war so beeindruckend. Wir haben zwei Broadwayshows gesehen: Das Phantom der Oper und Wicked (das ist die Vorgeschichte von der Zauberer von Oz). Beide Shows waren unglaublich gut.

Um euch einen kleinen Ueberblick zu verschaffen, was wir alles gemacht haben, werde ich euch einen kleinen Bericht fuer jeden Tag geben.

Tag 1

Wir kamen um ungefaehr 13 Uhr in New York an. Dort sind wir direkt aus dem Bus raus zum Rockefeller Center. Um ehrlich zu sein, habe ich es mir mehr beeidruckend vorgestellt, aber es war nur ein Einkaufscenter.

Rockefeller Center
Rockefeller Center

Danach sind wir zum Central Park. Central Park sieht wunderschoen aus. Weil Central Park als freie Zone gilt, werden dort normalerweise keine Denkmale fuer Kuenstler gebaut. Allerdings wurde fuer John Lennon, unter anderem weil er direkt neben Central Park lebte, ein klleines Denkmal in den Boden gebaut.

Imagine - John Lennon Denkmal im Central Park
Imagine – John Lennon Denkmal im Central Park

Danach haben wir eine Tour durch Lincoln Center bekommen. Lincoln Center sind verschiedene Gebäude für Performances. Ist gibt ein Ballett, eine Oper, ein Theater und ein Konzerthaus. Jedes Gebäude wurde im Style seines Mottos entworfen. Vielleicht hört sich das komisch an, aber ich erkläre es euch. Der Mann, dem ursprünglich die Oper gehörte, nannte seine Tänzer Diamanten. Deshalb wurde alles in Diamanten Form und einfach sehr edel gemacht. Bedauernswerterweise durften wir in den Gebäuden keine Fotos machen.

Theater
Theater

Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube danach sind wir zu Hard Rock Cafe abendessen gegangen und dann zur Broadwayshow „Das Phantom der Oper“.

Tag 2

Dieser Tag war mein persönliches Highlight. Morgens haben wir uns nämlich auf den Weg zur Statue of Liberty gemacht. Von Manhattan sind wir mit einer Faehre zur Statue gefahren. Man hatte übrigens eine super Sicht auf die Skyline von Manhattan.

Manhatten
Manhattan

Und dann, natürlich, die Freiheitstatue.

 

Statue of Liberty
Statue of Liberty
Meine Schwester und ich
Meine Schwester und ich

Schaut euch das Foto mal ganz genau an. Geht es nur mir so oder sieht Miss Liberty ein bisschen pummelig aus?

Natuerlich sind wir Die Freihheitstatue auch hochgegangen. Leider hatte mein Kameraakku in dem Moment in dem wir oben ankamen den Geist aufgegeben. deshalb gibt es von der Aussicht und dem Rest vom Tag keine Bilder mehr. Nach dem Besichtigen der Statue sind wir zu Elli’s Island. Dort sind vor vielen Jahren alle Einwanderer angekommen und wurden eingetragen. Dann sind wir durch Chinatown gelaufen und ich habe echte chinesische Essstäbchen gekauft. Für’s Abendessen sind wir in einen sehr schönen Jazzclub gegenagen. Als die Live Band herausgefunden hat, dass die Meisten unserer Gruppe Sänger sind, haben sie uns aufgefordert mit ihrer Begleitung einen Song aus unserem Musical zu singen. Später am Abend sind wir noch durch TimesSquare gelaufen.

Tag 3

Unser 3. Tag in New York startete mit einem sehr coolen Theater Workshop. Dort haben wir ein paar Übungen gemacht die einem normalerweise unangenehm sein könnten, aber wir haben gelernt uns damit wohlzufühlen. Danach sind wir eigentlich einfach durch New York gelaufen und haben Dinge wie die Wallstreet gesehen. Zudem waren wir noch in einem 2. Weltkriegs Museum.  Am Nachmittag war es dann soweit: Wir sind auf das EMPIRE STATE BUILDING gegangen!!!!! Die Aussicht was super toll! Ich werde euch natürlich Bilder zeigen, aber Bilder werden niemals nur annähernd an das Gefühl und die Aussicht herankommen, das kann man nur sehen wenn man da ist.

New York
New York

Für’s  Abendessen sind wir in ein super schönes altmodisches Restaurant gegangen und haben dort mit einer Broadway Darstellerin gesprochen. Zum Highlight des Abends haben wir dann Wicked gesehen (Best Show Ever!!).

Tag 4

Das war unser letzter Tag. Leider. Diesen Tag haben wir mit etwas sehr traurigem angefangen. Dem 9/11 Museum. Das Museum wurde um die Grundsteine der Twin Towers gebaut. Um ehrlich zu sein, meine Schwester und ich mussten Arm in Arm durch das Museum laufen, weil wir beide am weinen waren.

Nach diesem traurigen Erlebnis sind wir zu Madison Square Garden gegangen. Das ist (wenn ich mich nicht irre) Das Weltgrößte Veranstaltungshaus. Dort werden Basketballspiele, Hockeyspiele, Konzerte und vieles mehr gezeigt.

Madison Square Garden (das Basketball Feld wurde gerade aufgebaut)
Madison Square Garden (das Basketball Feld wurde gerade aufgebaut)

Hier hat unsere Reise dann auch geendet… Oder eher angefangen? Weil nach unsrer Führung durch Madison Square Garden haben wir für 18 Stunden ím Bus für nach Hause fest gesessen…. Das war mindestens 5 Stunden länger als geplant.

 

Sooooooooooooo nach dieser tollen Woche sind wir Abschließend mit meinen Gast Eltern und Großeltern essen gegangen. und Ich hatte meinen ersten DairyQueen Blizzard (das ist Ice Cream).

Blizzard mit Abby
Blizzard mit Abby

Vielleicht merkt ihr, dass ich auf diesem Foto etwas anders aussehe… Das ist, weil ich, wer hätte es gedacht, so intelligent war und meine Brille in New York verloren habe… Jaaa… Typisch Tine halt.

Jetzt bin ich endlich am Ende dieses Beitrags. Ich sage nich endlich, weil ich keinen Spaß hatte es zu schreiben, sondern weil es stundenlang gedauert hat. Das ist auch der Grund warum ich das alles eine Woche später hochlade als ich wollte.

Bis dann

Eure Tine

Musical ist vorbei :-(

Hallo Leute,

Ich bin super traurig. Das Musical ist naemlich vorbei. Es war so viel Arbeit, aber es war doch mit Abstand die beste Zeit in meinem ganzen Austauschjahr. Wir hatten vier Auffuehrungen und am Ende von jedem Abend gab es eine Party. Das Musical an sich ist auch total gut gelaufen. Ich hatte viel Spass auf der Buehne waehrend den Auffuehrungen…. Und ich habe es geschafft so furchtbar wie es nur geht zu singen (sogar ohne Lachanfall). Waehrend den Vorbereitungen des Musicals habe ich so viele tolle, talentierte und lustige Leute kennen gelernt, vor allem 12. Klaessler, die jetzt alle meine Freunde sind. Ich vermisse die taeglichen Proben mit der halben Schule sehr.

Aber jetzt erzaehle ich euch noch ein bisschen mehr ueber die Tage an denen wir die Shows hatten. Vor jeder Auffuehrung gab es ein paar „Senior Speeches“. Das sind Reden von den Abschlussklaesslern, ueber ihre Zeit in Musical. Leider hatte keiner uns Austauschschuelern gesagt, dass wir auch eine Rede halten muessen. Also, wie es dann so ist, wurde ich vor ca. 100 Leute geschleift und sollte unvorbereitet eine Rede, stehend auf einem Stuhl, halten. Wie ihr mich ja alle kennt, wird es euch icht ueberraschen, dass der erste Satz der aus meinen Mund kam folgender war:“Hi, ich bin Christina… und ich werde nicht auf diesem Stuhl stehen, weil ich dafuer viel zu doof bin.“ Jaaa…Zu meiner Verteidigung: Ich hatte ein Kleid an das viel zu lang war, und ich haette darueber stolpern koennen. Und so began meine Senior Speech. Ich denke, dafuer dass es unvorbereitet war, war es gar nicht so schlecht. Dann fing die eigentliche Show an. Sehr aufgeregt war ich nicht. Ich meine ich gehe sowieso in 2 1/2 Monaten nach Hause, daher kann ich auch alles verpatzen ohne mit der Blamage leben zu muessen. Zum Glueck war aber alles soziemlich ohne Fehler. Nach der Show sind wir dann alle in Autos gesprungen und mit dem Showmakeup und Frisur zu schoenen Restaurants gegangen. Dort haben wir dann komische Dinge machen muessen, wie Herzblatt oder Lipsync.  Zum Glueck durfte ich bei beidem zuschauen und musste nichts machen.

Nach den Parties sind wir natuerlich auch wieder nach Hause gefahren, nur bis wir halt da waren war es 1 Uhr morgens. Das hoert sich vielleicht nicht so spaet an, aber wenn man bedenkt dass wir entweder Schule, oder 2 Shows am naechsten Tag hatten, war das schon gewoehnungsbeduerftigt und ich rate strengstens von nachahmen ab.

 

Nun wisst ihr so ungefaehr, wie das Musical Leben in Stillman Valley aussieht… Ziemlich verrueckt.

 

Bis dann

Eure Tine

Musical geht bald los!!!

Hallo Leute,

Wie ihr im Titel schon sehen koennt geht es heute hauptsaechlich um’s Musical. Naechste Woche Donnerstag ist die Premiere unsere Show. Ich bin schon super aufgeregt. Insgesamt haben wir 4 Auffuehrungen. Die Proben werden auch langsam immer besser. Die Taenzer schaffen es endlich sich ihre Choreo zu merken und die Schauspieler wissen wenigstens annaehernd ihren Text 🙂 . Meine Szene klappt auch immer mehr. Leider hat meine Rolle genau ein Solo und dass muss ich eigentlich super schrecklich singen. Aber leider bin ich nicht die beste Schauspielerin, sodass es mir sehr peinlich ist so schief vor Publikum zu singen. Aber ich denke, dass ich das bis naechsten Donnerstag schon noch irgendwie auf die Reihe bekommen werde… Hoffentlich. Die Proben werden aber nicht nur besser, sondern auch immer laenger. Wir haben jeden Abend mindestens 3 Stunden Probe und letzten Samstag hatten wir 6 Stunden. Jetzt am Samstag sollen es sogar 7 Stunden sein. 7 Stunden!! Das muesst ihr euch mal vorstellen. Ich werd mir auf jedenfall Kissen und Decken mitbringen, dass ich schlafen kann wenn ich nicht auf der Buehne bin. Wenn ich nicht am Proben fuer Musical bin, bin ich momentan im Leichtathletik Training. Das laeuft gerade leider nicht so gut fuer mich. Ich habe irgendwelche Probleme mit meinen Beinen. Wahrscheinlich eine Zerrung. Dementsprechen darf ich gerade nicht bso viel machen, ausser eissen und dehnen. Aber das wird schon wieder. Ihr wisst ja, ich ueberstehe nichts ohne Verletztungen 🙂 . Am Samstag Abend gehe ich endlich zu meinem ersten Hockey Game!! Ich bin so aufgeregt und freue mich riesig.

Wenn Musical vorbei ist muss ich mein Kleid fuer Prom (das ist der Abschlussball aus dem ein riesen Ding gemacht wird)  kaufen gehen. Und, wer haette es gedacht, ich habe sogar schon mein Prom Date!! Aber ihr muesst euch da jetzt keine Gedanken drum machen, wir gehen naemlich nur als Freunde dort hin. Ich bin aber trotzdem sehr aufgeregt!

Uuuuuuuuuuuuuuuund in 3 Wochen geht’s nach… NEW YORK!! Ich werde dann gaaanz viele Bilder hier und auf Facebook posten. Also seid bereit fuer Bilder von mir mit der Freiheitstatue.

Naechste Woche werde ich euch dann erzaehlen, wie das Musical gelaufen ist.

Bis dann

Eure Tine

Hallo Leute,

Ich weiß, ich habe schon lange keinen Blog Beitrag geschrieben, was mehrere Gründe hat. Einer dieser Gründe ist Zeit. Ich habe absolut keine Zeit im Moment. Ich habe auch einen etwas zeitaufwendigeren Kurs bekommen, sodass ich meine Study Hall damit verbringe Websiten dafür  zu programmieren anstatt für meinen Blog zu schreiben. Aber das ist ja auch egal. Ich werde euch jetzt einfach eine Zusammenfassung von dem was passiert ist geben.  Basketball ist endlich vorbei. Unser letztes Spiel war Anfang  Februar, ich konnte aber nicht spielen weil ich eine kleine Verletzung hatte. Mitte Januar war ich auf einem Jugendcamp ich Michigan. Das war sehr lustig. Unter anderem sind wir mit Reifen Schlitten gefahren. Ich glaube, in diesem Camp habe ich Freundschaften  und Erinnerungen für’s Leben gemacht. Musical ist jetzt auch im vollen Gange. In drei Wochen sind unsere Aufführungen und gestern haben wir zum ersten Mal mit dem Chor und allen Tänzern geprobt. Da sind bestimmt 100 Leute auf der Bühne. Viel mehr ist glaube ich auch nicht passiert. Ich März werde ich mein erstes Ice Hockey Game sehen und im Mai werde ich auf ein Baseball Spiel gehen. Morgen fängt auch noch die Leichtathletik Saison an.  Ich hoffe, dass das nicht all zu hart ist. Aber ich habe da keine großen Hoffnungen. Die Coaches sind ein Freund von meinem Gastvater und der Vater von einem Mädchen aus dem Schwimmteam…. Und ich weiß, dass er auf jedenfall die Schwimmkarriere sehr ernst nimmt…

Drückt mir die Daumen, dass ich nicht wegen Muskelkaters sterben werde…

Bis dann

Eure Tine

Weihnachtsferien

Hallo Leute,

meine Ferien sind leider vorbei und die Schule hat dementsprechend natuerlich wieder angefangen. Aber das hat auch seine gute Seiten. Ich habe jetzt ein paar neue faecher und kein U.S. History mehr, das mir ein paar Probleme bereitet hatte. Vor den Ferien hatten wir unsere Semester Abschlusspruefungen und ich habe in fast allen Faechern (sogar History) mit ziemlich guten Noten bestanden…. ist ja aber auch eigentlich kein Wunder weil die Kurse meistens ziemlich einfach sind. Statt meiner etwas schwereren History Klasse habe ich jetzt introduction into Computers. Klingt langweilig, ist es auch. Ich hoffe, dass ich etwas an meinem Stundenplan aendern kann und etwas interessanteres bekommen kann, wie zum Beispiel Web Design oder Yearbook. Hoffentlich klappt das. Mein extrem langweiliger Health Kurs wurde durch Sport ersetzt, worueber ich nicht ganz so gluecklich bin, aber daran kann ich nix aendern. Aber anscheinend wird hier der Unterricht nicht so streng bewertet. Es laeuft mehr nach dem Motto: „Wenn du da bist und so tust als ob du etwas machen wuerdest bestehst du die Klasse locker“. Insofern wird das jetzt kein grosses Problem sein.

Sooo nachdem ich euch mit meinem Geschwafel ueber meinen ziemlich langweiligen und einfachen Stundenplan gelangweilt habe und ihr vielleicht deswegen schon aufgehoert habt zu lesen fange ich jetzt an ueber meine Weihnachtsferien zu schreiben. Alles in allem waren meine Ferien sehr gut. Eine Freundin hat bei  mir uebernachtet, ich bin mit meiner Gastfamilie shoppen gegangen und ich wurde auf eine Silvesterparty eingeladen. Weihnachten war auch richtig schoen. An heilig Abend waren wir bei meinen Gastgrosseltern und haben viel gegessen ud ich musste viel zu viele geschenke auspacken. Am naechsten morgen gab es dann ein grosses Fruehstueck mit Gasttanten und Gastonkels und eine weitere Geschenkauspackprozedur bei der ich schon wieder viel zu viel auspacken musste/durfte. Im Anschluss gab es auch da wieder ein grosses Essen was dazu gefuehrt hat dass ich  beinahe geplatzt waere und ihr mich deshalb nie wieder gesehen haettet. Aber ich habe gluecklicherweise ueberlebt und hatte dann eine halbe Woche Zeit mich davon zu erholen weil dann der Geburtstag meiner Schwester war und das ganze Essensschauspiel sich quasi wiederholt hat. Dann hatte ich nochmal zwei Tage Zeit in denen ich vielleicht weniger gegessen haben sollte, aber leider gab es halt ziemlich viel Essen, und dann war das naechste Festessen auf der Silvester Party,. Und fuer alle meine FreundINNEN die sich jetzt fragen ob ich von irgendeinem tollen Foootballspieler eingeladen wurde um ins neue jahr zu feirn, ich muss euch leider enttaeuschen weil ich vom Girls Swim Team eingeladen wurde. Keine Jungs. An Neujahr gtab es dann wieder Shoppen und ein grosses Burger essen und fuer alle die denken die ganze Esserei muesse jetzt mal ein Ende haben…. Sorry das ist nicht drin. Sonntags hatten wir ein Austauschschueler Treffen mit Pizza backen (jeder hatte seine eigene Riesenpizza), vorherigen Snacks und Schokobrunnen mit Obst im Anschluss. Um euch aber doch nicht den Eindruck zu hinterlassen, dass ich unheimlich uebergewichtig zurueck nach Hause komme, kann ich sagen, dass die Esserei jetzt aufhoert weil der Schullunch nicht furchtbar gross ist.

Soo weil meine Study Hall jetzt gleich vorbei ist und ich dann zum Chro gehen muss ist das hier jezt auch fast das Ende. Ich habe nur noch eine kleine Sache die ich euch sagen will. Die Musicalauditions sind ziemlich gut gelaufen und ich habe eine Rolle bekommen. Ist ist zwar keine grosse, aber ich darf in einem amerikanischen Musical mitspielen!!

Das ist dann jetzt aber auch der Schluss meines heutigen Beitrages.

Bis dann

Eure Tine

Chicago

Hallo Leute,

Letztes Wochenende war ich endlich zum ersten Mal in Chicago. Und ich kann euch eins sagen… Es ist soo beeindruckend. Ich war in Chicago mit meiner Gastfamilie und einer Gruppe von ca. 6 Austauschschuelern aus meiner Region. Wir sind samstagsmorgens um 10 Uhr losgefahren und waren dann, wegen viel Stau, um 12 in Chicago. Zuerst sind wir ins Hard Rock Cafe, haben dort was gegessen und dann den ganzen Shop gepluendert. Von dort aus sind wir zu unserem Hotel gefahren um einzuchecken um unser Gepaeck abzustellen. Vom Hotel aus haben wir dann die U-Bahn genommen um zum Willis Tower zu fahren.

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Willis Tower… 441 Meter hoch
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Aussicht… Unbeschreiblich

Das ist das hoechste Gebaeude der Welt… Eigentlich… Es gibt da zwei Gebaude die reintheoretisch hoeher waeren aber auf dem Willis Tower sind zwei Antennen die ihn dann doch groesser machen. Dort sind wir dann mit einem Aufzug hochgefahren. Die Aussicht war super toll und es gab eine Glasplattform auf die man sich draufstellen und runterschauen konnte. Das war super cool.

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Meine Schwester und ich auf der Plattform

Vom Willis Tower aus sind wir zu einem Christkindel Market gefahren. Leider war der nicht ganz so wie wir es uns vorgestellt haben. Aber die Leute die an deutschen Staenden gearbeitet haben konnten sogar deutsch sprechen. Anschliessend sind wir zu The Bean gefahren, ein  Gebilde das aussieht wie eine riesige verspiegelte Bohne… The Bean halt… Um ungefaehr 10 Uhr abends sind wir dann auch ins Hotel gefahren und haetten eigentlich schlafen sollen. Aber Austauschschueler halten natuerlich nichts von Schlaf, also sassen wir alle bis drei oder vier Uhr morgens in einem Zimmer und bestellten so um ein Uhr morgens eine Pizza. Am morgen mussten wir dann leider Gottes relativ frueh raus, und unser Schlafmangel war da etwas hinderlich. Aber naja gut, was tut man denn nicht alles. An diesem Tag waren wir dann eigentlich nur shoppen. Das war aber auch sehr anstrengend… Mit so wenig schlaf… Aber das haben wir dann auch geschafft und um fuenf Uhr sind wir endlich heimgefahren. Der naechste Tag in der Schule war leider nicht so lustig, weil wir alle zu muede waren. Ich bin eigentlich immer noch muede weil ich es immer noch nicht geschafft habe den ganzen Schlaf den ich eigentlich brauchte nachzuholen.

Am Freitag sind die auditions fuer unser Musical. Das werde ich mal ausprobieren. ich habe zwar immernoch nicht angefangen dafuer zu ueben, aber das wird schon irgendwie hinhauen. Und wenn nicht, dann nicht.

Das war’s dann auch mal wieder.

Bis dann

Eure Tine